Mein Weg mit REFA - Ausbildung zum European Industrial Engineer

Hartmut Schmidt

REFA-Prozessorganisator,
European Industrial Engineer

Gruppenleiter Arbeitsvorbereitung
RITTAL

Mein Weg - Mein Weg mit REFA - Ausbildung zum Europen Industrial Engineer

Mein Weg mit REFA begann im Oktober 2000 mit der Grundausbildung, die als Inhouse-Qualifizierungs-maßnahme von Rittal angeboten wurde und endete „vorläufig“ mit dem Abschlußdiplom zum „European Industrial Engineer“ im Juli 2006.Die gesamte Qualifizierung wurde dankenswerterweise von meinem Arbeitgeber, dem Schaltschrankbauer RITTAL, einem Unternehmen der FRIEDHELM LOH GROUP, vielfältig gefördert und finanziell unterstützt.

Was trieb mich dazu , neben Familie und den Anforderungen im Beruf, meine private Zeit gegen das Drücken der Schulbank einzutauschen?

Zunächst bin ich der typische Quereinsteiger. Als gelernter Kaufmann bekam ich 1989 die Chance, in den Bereich der Arbeitsvorbereitung im Rittal-Stammwerk Rittershausen zu wechseln und den Bereich für kundenspezifische Sonderlösungen mit auf- und auszubauen. Die AV bildet hier die Schnittstelle zwischen den Organistionseinheiten Produktion, Konstruktion, Einkauf und Vertrieb. Hier merkte ich, dass mein „Handwerkszeug“ nicht immer ausreichend war und ich nicht so mitgestalten konnte, wie es notwendig gewesen wäre. Des weiteren musste ich feststellen, wie unterschiedlich so wichtige Begriffe wie z.B. Planung, Steuerung oder Zeitaufnahme definiert und dargestellt werden. Hier fehlte mir eine Art „objektive Instanz“, die die Begrifflichkeiten definiert, strukturiert und ordnet. Die REFA- Ausbildung erschien mir als das geeignete Instrument, diese Defizite auszugleichen. Hinzu kam, dass ich in dieser Zeit den Teilbereich der Planung, Steuerung und Disposition als verantwortlicher Gruppenleiter übertragen bekam. Höchste Zeit also, sich fit zu machen.

Wie hat REFA meine berufliche und persönliche Entwicklung beeinflusst? Habe ich bekommen, was ich erhofft habe?

Interessanterweise liefen die Schwerpunkte in der Ausbildung und die Anforderungen im Beruf im selben Zeitrahmen ab. Dadurch konnte ich Erlerntes direkt im Beruf ausprobieren aber auch berufliche Problem-stellungen im Unterricht diskutieren. Hierbei kam natürlich zu Gute, dass alle Dozenten Praxisbezug haben und zum größten Teil selbst im Berufsleben stehen. Als wesentliches Beispiel kann ich hier die Einführung von SAP R/3 PP-Modul in unserem Produktionswerk nennen, die ich als key-user mitbetreuen durfte. Durch das zeitgleich stattfindende REFA -Seminar „Planung und Steuerung“ erlernte ich die theoretischen Ansätze des Stammdatenaufbaus, der Material- und Kapazitätswirtschaft und der Terminermittlung. Diese konnte ich dann, angepaßt an unsere betrieblichen Erfordnisse, in SAP darstellen und umsetzen. Viele der hierbei entwickelten Tools und Prozessabläufe wurden bei nachfolgenden Einführungen in anderen Produktionsstätten als Standard übernommen.

Persönlich habe ich durch die Ausbildung eine wesentlich strukturiertere Arbeitsweise erlernt und die Sicherheit gewonnen, zu wissen wovon ich rede.

Zusammenfassend muss ich feststellen, dass man durch eine umfassende REFA-Qualifizierung sicher in der Lage ist, übergeordnete Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen, Prozesse zu beeinflussen und zu strukturieren sowie die damit verbundenen organisatorischen Notwendigkeiten zu entwickeln und- oder zu verbessern. Durch die Ausbildung bekommt man einen geeigneten Methodenkoffer an die Hand, um die Prozesse in einem modernen Produktionsbetrieb zu gestalten.

Was REFA nicht lehren kann ist die persönliche Eignung, die muss man schon selbst mitbringen.....

Bericht von Herrn Hartmut Schmidt 03.02.2008

Der REFA Landesverband Hessen e.V. bedankt sich bei Herrn Schmidt für den Bericht und die Genehmigung diesen veröffentlichen zu dürfen.
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